


Aktuelle Veranstaltungen
Samstag, 17. Oktober, 19 Uhr
Vortragsreihe "Freiheitszüge im Hegau"
Vortrag „Demokratiebewe-gungen, Dinkelsäcke und Durchgangs-straßen - Hilzingens bewegte Jahrhunderte vom Bauernkrieg bis zur Randenbahn (1524-1914)“
Dr. Roland Kessinger spannt den Bogen von der Zeit des Bauernkriegs bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs bzw. der Eröffnung der Randenbahn 1913. Er zeigt dabei auf, wie sich Hilzingen in dieser Zeit als Dorf entwickelt hat. Im Zuge der Veränderungen, die das Dorf zwischen ca. 1524 und 1914 durchlief, geht er auf die Aufstände und Proteste von 1524/25, in den 1560/70er und 1780er Jahren, von 1796 und von 1847/49 ein.
In Summe ergibt sich daraus die besondere Bedeutung, die Hilzingen als Dorf im Hegau insgesamt, aber insbesondere auch für die Demokratiebewegung in diesem Zeitraum besaß.
Der Vortrag findet im Vortragssaal des Museums statt, im Anschluss lädt der Museumsverein zu einem Apéro ein.

Donnerstag, 12. November, 19 Uhr
Vortragsreihe "Freiheitszüge im Hegau"
Vortrag „Mit welchem Recht? Freiheit, Demokratie und Verantwortung im Hegau“
Dr. Katharina Hastenrath geht in ihrem Vortrag folgenden Fragen nach: Wohnst du im Hegau in einer Welt, in der du frei deine Meinung sagen, demonstrieren und deine Freizeit selbst gestalten kannst? Das alles wirkt oft selbstverständlich – ist es aber absolut nicht! Hinter unseren Freiheitsrechten stecken packende historische Kämpfe, harte Verhandlungen und klare Regeln, die unser Zusammenleben überhaupt erst möglich machen.
Der Vortrag findet im Vortragssaal des Museums statt.

Donnerstag, 3. Dezember, 19 Uhr
Vortragsreihe "Freiheitszüge im Hegau"
Vortrag „Lebt der Hecker noch? Die Ideale des Heckerzugs und ihre demokratischen Vorbilder“
„Der Hecker“ brachte 1848 die Revolution nach Südbaden und damit auch nach Hilzingen. Was sich in Hilzingen genau abspielte, nimmt der Referent Wolfgang Panzer ebenso in den Blick wie auch die kurze spannende Geschichte des Heckerzugs insgesamt. Aber es lohnt auch ein Blick über die Grenzen: Welche Rolle spielte die Schweiz, welche Italien, welche die noch jungen Vereinigten Staaten von Amerika? Denn Demokratie war schon damals eine internationale Bewegung...
Der Vortrag findet im Vortragssaal des Museums statt.

Rückblicke
Erfahren Sie mehr über frühere Veranstaltungen und Angebote.

Eröffnung des Kulturbüros für Geschichte und Demokratie
Am 5. Mai wurde das Kulturbüro für Geschichte und Demokratie mit einem Grußwort von Bürgermeister Holger Mayer feierlich eröffnet. Wolfgang Panzer, Leiter des Kulturbüros, stellte das umfangreiche Programm vor, das mit Mitteln der Stiftung "Orte der Demokratiegeschichte" und "Leader Westlicher Bodensee" gefördert wird.
Neben Angeboten für Schulen soll es auch zwei historische Gruppen zum Bauernkrieg und der 1848er-Revolution geben. Außerdem ist eine Ausstellung zum Sturm auf die Kartause in Ittingen geplant.
Ausschnitte aus der Eröffnung sehen Sie auf unserer Instagram-Seite.

Verleihung des Kulturförderpreises
Am 14. November 2025 erhielt der Museumsverein Hilzingen e.V. in der Stadthalle Singen den Kulturförderpreis des Kulturförderkreises Singen-Hegau für sein herausragendes Engagement beim 500. Jubiläum des Hilzinger Aufstandes im Jahr 2024 verliehen. "Mit dem Jubiläumsjahr zu 500 Jahren Hilzinger Aufstand zeigte der Verein, wie Ortsgeschichte als Aspekt von lokaler Verwurzelung vermittelt werden kann", hob Laudator und Kreisarchivar Friedemann Scheck hervor.
Der Vereinsvorsitzende Wolfgang Panzer hob dabei das damalige Vorhaben der Bauern nochmals hervor. "Es war ein Aufstand für Teilhabe, Freiheit und Gerechtigkeit." Der Erfolg des Jubiläumsjahrs spiegelte sich für ihn dabei auch in der dazugehörigen Ausstellung wieder, zu deren Eröffnung rund 160 Leute den Weg in die Remise fanden. "Auch hieran hat man gesehen, wie diese Botschaft der damaligen Bevölkerung in einem Menschen etwas auslösen kann", so Panzer, der als Konklusion dieses ereignisreichen Jahres vor allem eines verdeutlichte: "Geschichte gehört allen Menschen."

Vortrag zum Tag der Demokratiegeschichte
"Zwischen Hausmusik und revolutionären Umtrieben." Wolfgang Panzer referierte am 18. März zur Demokratiegeschichte und stellte die neue Tafel zur Biedermeierzeit vor.
Die Zeit des Biedermeier war ebenso vom Rückzug ins Privatleben geprägt wie von revolutionären Ideen und dem Wunsch, die Monarchie durch eine demokratische Republik zu ersetzen.
Historisch gesehen formulierten die "Bill of rights" erstmalig die Abwehrrechte des Bürgers gegen einen übergriffigen Staat. In Deutschland entstand der Gedanke einer Nation im Sinne eines Zusammengehörigkeitsgefühls, ohne einem König Unterthan zu sein. Eine wichtige "Waffe" des mündigen Bürgers im Biedermeier waren Karrikaturen.
"Demokratie gehört niemandem und allen", fasste Panzer die zentrale Botschaft aus der Revolution von 1848 zusammen.

Vortrag zur Weidetierhaltung
Am 5. März 2026 hielt Prof. Dr. Rainer Luick einen Vortrag zur Weidetierhaltung, der auf reges Interesse stieß. In seinem Vortrag mit dem Titel "Es fehlen Weidetiere in unseren Landschaften!" erläuterte er die wichtige Rolle von Weidetieren für die biologische Vielfalt. Er wies darauf hin, dass eine höhere Akzeptanz von Weidetierhaltung ein effektives Mittel zur Steigerung der Biodiversität und Erhaltung gesunder Ökosysteme darstellen kann.